Familienbund fordert drei Erziehungsjahre bei der Rente!

Der Familienbund der Katholiken hat auf seiner 117. Bundesdelegiertenversammlung in Paderborn einen Beschluss für eine höhere Anrechnung von Kindererziehungszeiten in der Rente verabschiedet. Die Delegierten des Familienbundes fordern darin die Anerkennung von drei Erziehungsjahren bei der Rente auch für vor dem 01.01.1992 geborene Kinder. Außerdem muss zeitgleich in der gesetzlichen Rentenversicherung wie auch in der Pflege- und Krankenversicherung die vom Bundesverfassungsgericht geforderte kinderzahlbezogene Differenzierung der Beiträge eingeführt werden, ohne dass dadurch eine Minderung der Leistung entsteht.

Nach dem Rentenreformgesetz von 1992 werden für Kinder, die ab dem 01.01.1992 geboren wurden, drei Jahre Kindererziehungszeiten bei der Rente angerechnet, für Kinder, die vor dem 01.01.1992 geboren wurden, wird ein Jahr Kindererziehungszeit für die Rente angerechnet. Diese Stichtagsregelung ist ungerecht und berücksichtigt nicht in angemessener Weise den generativen Beitrag zur Rentenversicherung von Familien, deren Kinder vor dem 01.01.1992 geboren wurden. Die Anerkennung von drei Erziehungsjahren kann ein Schritt zu einer größeren Generationengerechtigkeit bei der Rente sein.
Der Familienbund setzt sich darüber hinaus weiter für eine Berücksichtigung des generativen Beitrags der Familien auch auf der Beitragsseite der Sozialversicherungen ein.

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8 Responses to Familienbund fordert drei Erziehungsjahre bei der Rente!

  1. Elsbeth Knödlseder says:

    Wegen meiner 3 Kinder, die ich zwischen 1969 und 1982 geboren habe konnte ich keine Arbeitsstelle finden bzw.
    annehmen. Mir wird pro Kind 1 Jahr in der Rentenversicherung
    angerechnet, es ist richtig daß seit 1992 pro Kind 3 Jahre angerechnet werden, aber bitte behandelt uns in den Anrechnungszeiten genauso wie die jüngeren Mütter
    (oder sind wir nur Mütter 2.Wahl, was es laut Grundgesetz nicht geben darf), denn die Mütter die die Kinder nach 1992 geboren haben wären ja gar nicht da, sie mußten ja vorher von uns hergebracht werden. Außerdem braucht die Rente auf Grund unseres höheren Alters nicht mehr so lange gezahlt werden.

  2. Kaczmarek Gabriele says:

    Ich stimme der Leserin oben zu, auch ich habe vier Kinder,
    ich musste auch zu Hause bleiben, obwohl ich meine Arbeit geliebt habe. Jetzt finde ich es ungerecht das nach 1992 geborene Kinder 3 mal soviel Erziehungsjahre bekommen wie wir, mit welchem Recht auch wir sind Muetter und haben unsere Kinder erzogen. Wenn es nicht anders möglich ist die
    Renten zu zahlen, dann vielleicht jeder Mutter 2 Erziehungsjahre anzurechnen, das waere dann nur gerecht.

  3. Gisela K. says:

    Auch ich habe 3 Kinder (1981,1983,1989) erzogen und war deshalb 13 Jahre nicht berufstätig. Für diese Erziehungszeit werden mir lediglich 3 Jahre anerkannt, obwohl es eigentlich mindestens 9 Jahre sein müssten. Eine Krippe gab es noch nicht und einen Kindergartenplatz bekam man mit viel Glück ab dem 4. Lebensjahr. Es war unserer Generation garnicht möglich während dieser Zeit arbeiten zu gehen, es sei denn die Großeltern sprangen ein. Wäre eine Organisation bereit zu einer Sammelklage, ich würde mich anschließen.

  4. Monika Kessel says:

    Ungehörig, dumm und ungerecht!!!! Nur so kann man die Regelung für Mütter die ihre Kinder vor dem Stichtag 1992 geboren haben werten!!!! Mütter die wie ich, ihre Kinder
    früher geboren haben, werden also bestraft dafür, daß sie
    dafür sorgten, daß angeblich die Rente sicherer sein sollte!!!
    Dies stammt nicht von mir, sondern das ist uns von den
    damaligen Politikern immer wieder an uns herangetragen worden! Zusätzlich kommt hinzu: Wer hat denn zur damaligen Zeit an eine Zusatzrentenversicherung gedacht!!!
    Heute sind wir schlauer und glauben nicht mehr alles was uns die Politiker sagen.

  5. siwek says:

    Auch ich habe 4 kinder 1969-70-71-92
    ich war allein erziehend ohne grosseltern,also wie hätte ich arbeiten gehen sollen?????? nun gehe ich in RENTE aber bekomme nur grundsicherung

  6. bbor says:

    Wo bleibt bei dieser Regelung das Grundgesetz ? Gleiches Recht für alle ?? !!!!
    Ich Jahrgang 1956 habe 2 Kinder 1980 und 1982 geboren. Kurz nach der Geburt des 2. Kindes erkrankte meine Mutter. Ich habe sie einige Jahre gepflegt, an eine zusätzliche Berufstätigkeit war überhaupt nicht zu denken.
    Es ist eine Dreistigkeit und Frechheit wie Mütter in 2 Klassen geteilt werden. Nur durch die Mütter die vor dem Stichtag geboren haben, gibt es heute die Mütter nach diesem Stichtag. Wo wäre denn die Menschheit ohne uns Mütter ?
    Gesundsheitsbedingt wurde ich Erwerbsminderungs-Rentnerin. Anrechnung von 3 statt 1 Jahr Kindererziehungszeiten würden mir das Leben an der Armutsgrenze etwas erleichtern.

  7. Kathrin Mutze says:

    Auch ich finde das eine große Ungerechtigkeit, das für Kinder die ab 1992 geboren sind 3 Jahre für die Rente angerechnet werden und für alle vorher geborenen nicht. Sind denn meine Kinder weniger wert, Jahrgang 1986 und 1988 ?
    Alle Mütter müssen gleich behandelt werden ! Vielleicht kann man da mit einer Verfassungsklage, bzw Sammelklage was daran ändern auch ich würde mich anschließen.

  8. Claudia says:

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass JEDER Frau, die in ihrem Leben Kinder SELBST grossgezogen hat, eine EHRENVOLLE Grundabsicherung im Alter garantiert sein sollte, welche sich selbstverstaendlich DEUTLICH ueber einem H4-Level bewegen muss!!!

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