Jede Stimme zählt

Wahlaufruf VSEine Aktion von BDKJ und Familienbund zu den Wahlen am 18. September

Kinder und Jugendliche spüren die Folgen politischer Entscheidungen am intensivsten und am längsten. Und trotzdem wählen sie am wenigsten und werden am wenigsten gewählt. Das liegt zum einen daran, dass Kinder gar nicht und Jugendliche erst ab 16 oder 18 Jahren überhaupt wählen dürfen. Zum anderen wird unsere Gesellschaft älter. Bereits heute ist ist mehr als die Hälfte der Wählerinnen und Wähler über 50 Jahre alt. Ein Blick in die Statistik zeigt: je älter die Wähler, desto älter die Gewählten. Und diese gestalten wiederum Politik für ihre Wähler. In unseren Pfarrgemeinderäten sind 23% aller Gewählten 40 Jahre und jünger, 2003 waren es noch 36%. Im Berliner Abgeordnetenhaus sind 6,7% der Abgeordneten unter 30 Jahre, im Brandenburger Landtag sind es 1% und im Deutschen Bundestag nur 2,9%. Nur wenn junge Menschen wählen, können wir unseren Interessen und Überzeugungen Gewicht verleihen.


Interessenverbände wie der BDKJ und der Familienbund der Katholiken haben Vorschläge, wie in Zukunft Kindern, Jugendlichen und Familien mit ihren Stimmen mehr Gewicht verliehen werden kann:

Logo4cDer Familienbund der Katholiken wirbt für ein „Wahlrecht von Geburt an“. Wenn es keine Höchstaltersgrenze zum Wählen gibt, darf es auch keine Mindestaltersgrenze geben. Bis heranwachsende Kinder und Jugendliche ihr Wahlrecht selbst wahrnehmen wollen und können, nehmen die Eltern das Wahlrecht stellvertretend wahr. So wie Eltern viele anderen Entscheidungen für ihre Kinder wahrnehmen und dabei Verantwortung übernehmen müssen, können sie mit der Stimme ihrer Kinder für die politischen Rahmenbedingungen sorgen. In einigen deutschen Diözesen wird dies bei den Pfarrgemeinderatswahlen seit Jahren praktiziert.

bdkj-dv-berlin-logoDer BDKJ und die in ihm organisierten katholischen Jugendverbände verstehen sich als „Werkstätten der Demokratie“: In ihren vielfältigen, partizipationsorientierten Angeboten wird gesellschaftliche und politische Teilhabe altersgerecht praktiziert. Kinder und Jugendliche bestimmen in den katholischen Jugendverbänden selbst, so erleben sie Politik im Kleinen. Jugendliche sind von vielen politischen Entscheidungen massiv betroffen, sei es ganz direkt bei schul- oder jugendpolitischen oder indirekt bei umwelt- oder haushaltspolitischen Fragen. Sie müssen darum auch die Möglichkeit haben, diese Entscheidungen zu beeinflussen. Deshalb setzten wir uns für das Wahlalter ab 16 Jahren zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus ein. Der verfassungsmäßige Grundsatz, dass in „allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl“ gewählt wird, muss auch für Jugendliche gelten. Mit der jugendpolitischen Strategie >>U28 – Die Zukunft lacht<< bringt der BDKJ Berlin die perspektive von Unter-28-Jährigen in die Politik und eröffnet jungen Menschen neue Beteiligungsmöglichkeiten.


Der Wahlaufruf steht zum Download bereit:

Wahlaufruf VS_kleinWahlaufruf RS_klein

 

 

Es ist auch möglich, Postkarten beim Familienbund oder beim BDKJ anzufordern.

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